Das Projekt VITA MOBIL 2.019 ist eine bedarfsgerecht und zielgruppenorientiert gestaltete Maßnahme zur Vermittlung von Informationen zum Gesundheitswesen, Ernährungsumstellung, Bewegungsförderung, bestehende Beratungs-/Betreuungsleistungen zum Thema Gesundheit sowie zum Kennenlernen von Berufen, die mit den Themenbereichen Bewegung und Ernährung in Zusammenhang stehen. Zielgruppen sind vordergründig Frauen und Kinder/Jugendliche mit Migrations- oder Fluchthintergrund. In 16 Workshops, 2 Koch-Clubs und 2 Bewegung-Klubs kombinieren Gesundheitsmentorinnen, welche selbst Migrationshintergrund haben, Theorie- und Praxiswissen mit Basiswissen zu gesunder Ernährung und Bewegung. 4 Workshops zu Berufen in den Themenbereichen ergänzen das erworbene Wissen um Einblicke in entsprechende Berufsfelder. BerufsmentorInnen, die im Bereich arbeiten, bieten zudem einige Stunden Coaching für besonders interessierte TeilnehmerInnen an.


In einem gesunden Körper wohnt ein gesunder Geist. Diese Weisheit ist eine weithin anerkannte Tatsache, den der Verein Multikulturell hin zu Menschen mit Migrationshintergrund und hier insbesondere zu Migrantinnen trägt. Auch wenn der Zugang zum Gesundheitssystem für alle in Österreich versicherten Menschen gleich ist, wird dieser durch Sprach- und Informationsbarrieren für Menschen mit Migrationshintergrund erschwert. Das Zurechtfinden im österreichischen Gesundheits- und Pflegewesens ist einerseits deshalb schwierig, weil die Systeme in den Herkunftsländern meist anders strukturiert sind. Andererseits können es aber auch Verständigungsprobleme sein, weshalb Ärzte in geringerem Ausmaß konsultiert, bzw. ärztliche Diagnosen und Behandlungsvorschläge nicht verstanden werden oder im schlimmsten Fall zu Fehldiagnosen führen. Sprache und Kommunikation spielen gerade im medizinischen Bereich eine wesentliche Rolle bei der Interaktion und dem interkulturellen Verständnis.

Vita Mobil 2.018

Das Ziel des Projektes VITA MOBIL 2.018 ist es, Migrantinnen an das österreichische Gesundheitssystem heranzuführen und damit die Gesundheitsvorsorge und Versorgung zu verbessern. Gerade durch das Ansprechen von Frauen mit Migrationshintergrund als Multiplikatorinnen, will das Projekt eine Verbesserung der Versorgung für das ganze Familiensystem erreichen. Dazu werden muttersprachliche GesundheitsmentorInnen in Einsatz gebracht, die in Workshops in den Bezirken Imst, Landeck und Innsbruck ihr Know-How sowie Informationen zu relevanten Gesundheitsthemen an die Teilnehmerinnen weitergeben.

Außerdem haben Migrantinnen die Möglichkeit mit Dienstleistern im Gesundheitswesen in Kontakt zu kommen, um in einem geschützten Rahmen Fragen direkt an das Personal adressieren zu können. Mit dieser Maßnahme werden Missverständnisse nicht nur aus dem Weg geräumt, sondern diesen auch vorgebeugt.

VITA MOBIL 2.018 bietet auch niederschwellige Bildungs- und Berufsberatung für die Teilnehmerinnen. So können sie sich ein Bild über die verschiedenen Aus- und Weiterbildungsmöglichkeiten im Sektor machen.