• „Zusammen lernen – Zusammen leben“ in Landeck

      Kinder haben unterschiedliche Interessen und Talente, Wünsche und Ideen. Herauszufinden, welche Voraussetzungen für eine erfolgreiche Bildungskarriere erforderlich sind, ist eine große Aufgabe. Das Projekt „Zusammen lernen – Zusammen leben“ unterstützt Familien mit Migrationshintergrund in der Region Landeck bei der Orientierung im österreichischen Bildungssystem. Ziel ist es, den Zugang zu Bildung zu erleichtern und die Zusammenarbeit aller Beteiligten zu fördern. In Beratungsgesprächen, Informationsveranstaltungen und Exkursionen haben Interessierte die Möglichkeit, all ihre Fragen zu stellen und somit Sicherheit zu gewinnen. Eltern wollen, dass ihre Kinder ein gutes Leben führen können. Sie wünschen ihnen Sicherheit, Erfolg und Zufriedenheit. Bildung ist ein wichtiger Schlüssel dafür! Lesen Sie mehr.

Kritisches Denken in der Schule

In mehreren Schulen Tirols finden derzeit Workshops statt, um Jugendliche für den Umgang mit weltanschaulichen Themen zu sensibilisieren. Interessierte Schulen können sich noch anmelden – die Workshops sind kostenlos.

Im EU-Projekt PRACTICE wurde ein Programm entwickelt, das EU-weit für die Fortbildung von Lehrpersonen eingesetzt werden kann. Es soll helfen, junge Menschen im kritischen Denken zu schulen und ihnen eine differenzierten Umgang mit Informationen und Einflüssen zu vermitteln. Fachorganisationen aus sechs europäischen Ländern arbeiten zusammen, um gemeinsam den Bedarf zu erheben und passende Fortbildungsangebote zu entwickeln.

Wie ist der Stand?
Zu Beginn des Projekts, das im September 2018 begonnen hat, führten alle Projektpartner eine Erhebung durch, um den Stand der Dinge in verschiedenen europäischen Ländern und auf EU-Ebene zu analysieren. Im Zentrum des Interesses stand die Frage, welche Modelle und Strategien es in der Schule und in anderen Bildungs- und Gesellschaftskontexten gibt, um Extremismus vorzubeugen. Gesucht wurde sowohl nach erfolgreichen Beispielen als auch nach Schwachstellen. Die Ergebnisse wurden in einem Bericht zusammengefasst, der in den sechs Sprachen der Partnerländer online verfügbar ist: https://practice-school.eu/resources/

„Fast alle Teilnehmer waren sich einig, dass Schüler bestimmte Fähigkeiten erwerben sollten, um kritisches Denken zu entwickeln“ (ebd. S. 36), ist in diesem Bericht zu lesen. Und es wird auch deutlich, dass Lehrpersonen sich Unterstützung wünschen: „Die Lehrer gaben an, dass sie Unterstützung von der Schulleitung (…) und von Organisationen und Experten benötigen, deren ständige Präsenz in den Schulen als wichtig und nützlich erachtet wurde.“ (ebd. S. 46)

Weiterbildungsprogramm für Lehrpersonen
Das „kritische Denken“ beschreibt der Bericht als „die Fähigkeit, Dinge und Fakten aus verschiedenen Blickwinkeln zu hinterfragen und zu betrachten“, genannt wird auch „die Fähigkeit, Informationen zu filtern, Reize aus verschiedenen Quellen zu bewerten und zu vergleichen“ sowie ein „Prozess der Selbstreflexion“. (ebd. S. 34)

Für Lehrpersonen ist dies eine anspruchsvolle Aufgabe. Das PRACTICE Projektteam hat nun auf Grundlage der gesammelten Ergebnisse eine erste Prototyp-Version des Fortbildungsprogramms für LehrerInnen und SchülerInnen der Sekundarstufe erstellt. Im September 2019 kamen 14 ExpertInnen zusammen, um die entwickelten Module zu analysieren und in der Praxis zu erproben sowie über Möglichkeiten und Modalitäten der Umsetzung des Programms in den Schulen zu diskutieren.

Worauf kommt es an?
Der erste Teil des Programms beleuchtet Hintergründe für die Hinwendung von jungen Menschen zu bestimmten Gruppen und die Rolle der Schule in der Prävention. Er enthält Strategien und Methoden, die Lehrpersonen dabei unterstützen können, das „kritische Denken“ zu fördern. Ansatzpunkte dabei sind:
- Medienkompetenz
- Zuhören und offene Kommunikation
- Aufgeschlossenheit und kreatives Denken
- Interkulturelles Bewusstsein
- Wissen über Konfliktlösung

Im zweiten Teil findet sich ein Katalog von mehr als 50 Methoden und Tools, die LehrerInnen einsetzen können, um kontroverse Themen im Unterricht anzusprechen, z.B:
- Migration
- Geschlecht
- Kultur und Identitäten
- Leben im Netz, Hassreden und Cyberbullying
- Diskriminierung und Rechte
- Globale Konflikte und Menschenrechte

In allen sechs Partnerländern wird das Programm derzeit in Schulen erprobt. Das Ziel ist es, mehr als 50 Lehrpersonen in 25 Schulen und mehr als 1000 SchülerInnen in ganz Europa aktiv einzubeziehen. Nach der Erprobung wird das Programm online verfügbar sein. Es steht als offene Bildungsressource für alle Lehrpersonen bereit, die sich in der Vermittlung des kritischen Denkens weiterentwickeln möchten.

In Tirol finden derzeit in diversen Schulen Workshops statt. Diese können bis zum Ende des Bildungsjahres 2019/20 kostenlos in Anspruch genommen werden.
Melden Sie sich einfach im Büro des Vereins Multikulturell:
Tel. 0512 562929 oder
Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

Sind Sie interessiert?
Folgen Sie uns auf Facebook
Besuchen Sie unsere Website

 

Zum Projekt

work 04
 

TIP TOP

Präventive Gesundheitsmaßnahmen für MigrantInnen durch Ernährungsumstellung und Bewegungsförderung

EFD
 

Europäischer Freiwilligendienst (EFD)

Eure Chance Berufserfahrung zu sammeln und dabei Europa zu entdecken.

familienberatung
 

Familienberatung

Du brauchst Unterstützung in der Familie, dann nimm unsere kostenlose Beratung in Anspruch.

Psychotherapie
 

Bilinguale Psychotherapie

Therapiemaßnahmen in türkischer Muttersprache mit der Psychotherapeutin Frau Karabiber

Öffnungszeiten

Mo. - Do.: 9:00 - 18:00
Fr.: 09:00 - 13:00

Mail

Kontakt

Verein Multikulturell

Andreas-Hofer-Straße 46, 1. Stock A-6020, Innsbruck

+43 512 56 29 29

Google Map

Bankverbindung

Hypo Tirol Bank AG
BLZ: 57000
Kontonr: 30053203490
IBAN: AT495700030053203490
BIC: HYPTAT22

ZVR 867211670


Newsletter abonnieren

* erforderlich
 
Cookies erleichtern die Bereitstellung unserer Dienste. Mit der Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden.