KAZI

KAZI bedeutet ‘Arbeit’ auf Swahili, einer Sprache die von 80 Millionen Menschen in Afrika südlich der Sahara gesprochen wird, die Herkunft vieler MigrantInnen aus der Toskana, der Region des Projektleiters. Laut Erostat (2012) immigrieren jedes Jahr 4 Millionen Menschen in die EU. Etwa 2 Millionen dieser Menschen kommen von außerhalb der EU, rund 1,5 Millionen sind EU-BürgerInnen, die innerhalb der EU-Staaten wandern. Insgesamt beläuft sich die Anzahl der MigrantInnen (Personen, die nicht StaatsbürgerInnen des Landes sind in dem sie ihren Wohnsitz haben) auf 29 Millionen Menschen, also 5,8% der gesamten EU-Bevölkerung. Den Prinzipien des Europäischen Rates beim Treffen in Tampere (1999) und in La Hague, und den gemeinsamen Grundprinzipien für Integrationspolitik in der Europäischen Union (2004), der Europa 2020 Strategie (2010) und dem Stockholmer Programm (2010) folgend, wurde das Potenzial von MigrantInnen für den Aufbau einer wettbewerbsfähigen und nachhaltigen Wirtschaft vollkommen erkannt, und somit ein klares, politisches Ziel gesetzt, die wirksame Integration von legalen MigrantInnen durch Respekt und Förderung von Menschenrechten zu stützen.

Die Europäische Agenda für Integration von Drittstaatsangehörigen (2011) empfiehlt die Organisation von Einführungsprogrammen für neu angekommene MigrantInnen, um ihnen die Eingliederung in die Gesellschaft und den Arbeitsmarkt zu erleichtern, sowie die Entwicklung von Methoden und Tools zu unterstützen, um LehrerInnen und TrainerInnen / AusbildnerInnen mit Diversity-Skills auszustatten. Interkulturelle Kompetenz kann auch als die Fähigkeit der erfolgreichen Kommunikation und der Zusammenarbeit mit Menschen anderer Kulturen definiert werden. Eine Person, die interkulturelle kompetent ist, erfasst und versteht, in der Interaktion mit Menschen aus fremden Kulturen deren spezifische Konzepte der Wahrnehmung, Denkhaltung und Gefühle. Interkulturelle Kompetenz ist eine der acht Schlüsselkompetenzen für lebenslanges Lernen, die die EU identifiziert hat.

In jedem Land werden nicht verpflichtende Sprachkurse für MigrantInnen organisiert, diese beschäftigen sich jedoch nicht mit interkulturellen Angelegenheiten zur Integration am Arbeitsplatz. Dieses Projekt wird von einem Konsortium von Organisationen, die alle MigrantInnen ausbilden, vorgelegt. Sie wollen den Einstieg von MigrantInnen am Arbeitsplatz erleichtern in dem sie Werkzeuge entwickeln, um interkulturelles Bewusstsein und Fähigkeiten, sowohl den MigrantInnenmitarbeiterInnen und ihren ArbeitskollegInnen zu steigern. Dieses Projekt wird von FORIUM (Italien) koordiniert. Weitere Projektpartner sind aus Österreich, Griechenland, Schweden und Spanien.

Projektwebseite: www.kaziproject.eu 

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