Tinkit 2011

T*IN*KI*T ist ein gemeinsames Projekt für Kinder mit Migrationshintergrund und Tiroler Kinder, bei dem spielerisch integrative Sprach- und Kulturförderung im Mittelpunkt stehen. Das geschieht durch intensive Auseinandersetzung mit der deutschen Sprache im Theater. Im Sinne eines Theaterworkshops, der als Sprachförderung in den regelmäßigen Unterricht (pro Klasse eine Wochenstunde) integriert ist, wird das Interesse an der Sprache und der Sprachverwendung geweckt. Darüber hinaus wird – im Zuge der Theaterregeln – die deutsche Aussprache insbesondere trainiert, ebenso wie grammatikalische Strukturen, das Lexikon und die Satzstellung im Deutschen. Das eigens geschriebene Theaterstück passt sich den kindlichen Bedürfnissen an. Das Pilotprojekt wird mit zwei Volksschulklassen in Innsbruck durchgeführt, wobei ein Theaterstück gemeinsam mit allen Kindern erarbeitet wird.

Projektziele: Folgende Ziele des Projekts lassen sich festhalten: Theater als Spielzeug: Das Interesse an der deutschen Sprache und der Sprachverwendung soll geweckt werden, ebenso wie die Lust am Umgang mit einer Sprache.

  • Dieses theaterpädagogische Sprachförderprogramm soll das Selbstbewusstsein der Kinder (in einer anderen Sprache) stärken.
  • Das Sprachtheater bietet Kindern mit Migrationshintergrund einen anderen Blick auf die deutsche Sprache und trägt im frühen Volksschulalter zur Sprachförderung bei. Nicht vergessen werden darf, dass auch Tiroler Kinder von dieser Art der Sprachförderung profitieren. Auch diese finden im integrativen Sprachtheater einen neuen Zugang zur Sprache, sie lernen grammatikalische Strukturen, setzen sich mit der deutschen Rechtschreibung auseinander, verinnerlichen sprachliche Gestaltungsmöglichkeiten und lernen leichter und schneller durch den spielerischen Zugang.
  • Sprachtheater soll Brücken zwischen Kulturen schlagen und die Klassengemeinschaft in Volksschulklassen, die einen hohen Anteil von Kindern mit Migrationshintergrund aufweisen, stärken und das gegenseitige Verständnis fördern. Weiters sollen mit dem Theaterstück positive Werte und Völker verbindende Ideen vermittelt werden.
  • Durch die Identifikation mit den auftretenden Figuren kann sprachliches Verhalten personifiziert und dadurch leichter verinnerlicht werden.
  • Das Sprachtheater ermöglicht ein gemeinsames, befreiendes Lachen über
  • Missverständnisse oder Unbeholfenheit im Umgang mit der neuen oder der eigenen Sprache.
  • Musik (Gesang, Orffinstrumente) und Tanz schaffen einen anderen Zugang zur Sprache im neuen Heimatland.
  • Die spielerische Art des Theaters steigert die Motivation zum Spracherwerb.
  • Die Sprachförderung wird gezielt in den Unterricht eingebaut und bringt von außen Input für die SchülerInnen, sodass die Fixierung auf eine Lehrperson etwas gelockert wird und Sprache, Sprachvielfalt und Sprachentfaltung bewusst im Stundenplan Platz haben.
  • Dieses Projekt fördert außerdem die Klassengemeinschaft, bringt Kulturelles sowohl Kindern mit Migrationshintergrund, als auch Tiroler Kindern näher und fördert das gegenseitige Verständnis für kulturelle Eigenheiten, Normen und Werte; Es sorgt somit für ein besseres Miteinander der Kulturen in Tirol, da es ein gemeinsames Handeln von Tiroler Kindern und Kindern mit Migrationshintergrund ist.

Zielgruppen des Projekts: Als Zielgruppe für das Projekt T*IN*KI*T werden insbesondere Kinder mit Migrationshintergrund, die in Innsbruck die Volksschule besuchen, definiert. Darüber hinaus nehmen auch Tiroler Volksschulkinder derselben Klassen am Projekt teil, um die Kommunikation und das kulturelle Verständnis untereinander zu fördern. Im Mittelpunkt steht zweifelsohne die gezielte spielerische, in den Unterricht integrierte Sprachförderung auf allen Ebenen.

Die Sprachförderung zielt nicht allein auf Kinder mit Migrationshintergrund ab, sondern es trägt auch zu einer Sprachförderung für Tiroler Kinder im Volksschulalter bei, die gleichermaßen profitieren. Auch diese finden im integrativen Sprachtheater einen neuen Zugang zur Sprache, sie lernen grammatikalische Strukturen, setzen sich mit der deutschen Rechtschreibung auseinander, verinnerlichen sprachliche Gestaltungsmöglichkeiten und lernen leichter und schneller durch den spielerischen Zugang.